Warum Beteiligung?

„10 gute Gründe“

Darum geht’s

Beteiligung ist kein Wunschkonzert, sondern ein fachlich begleiteter Dialog, der die Ideen der BürgerInnen den Umsetzungsmöglichkeiten der Gemeinde gegenüberstellt. Von vielfältigen Einzelinteressen findet man zu gemeinsamen Lösungen. Moderne Gemeinden setzen auf Dialog!

Das braucht’s

Ein Beteiligungsprozess ist erfolgreich, wenn alle Akteure einen konkreten Nutzen darin sehen:

  • die verantwortlichen BürgermeisterInnen und EntscheidungsträgerInnen
  • die zuständigen MitarbeiterInnen und Gemeindeverantwortlichen
  • die teilnehmenden BürgerInnen

1. Standortfaktor
Die Menschen leben lieber in Gemeinden, wo sie gefragt werden und mitreden können. BürgerInnen entwickeln ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl.

2. Funktionierende Demokratie
Mündige BürgerInnen tragen die Gemeinde mit.

3.Leichtere Entscheidungen im Gemeinderat
Der Beteiligungsprozess zeigt auf, was den BürgerInnen wirklich wichtig ist. Von einer Wunschliste von Einzelinteressen findet man zu gemeinsamen Lösungen.

4. Geld sparen
Beteiligung optimiert Entwicklungen und beschleunigt Entscheidungen. Umsetzungen sind erfolgreicher.

5. Dynamische Gemeindeentwicklung
Beteiligung bringt verschiedene Interessen unter einen Hut und führt zur Überwindung von Blockaden.

6. Die Gemeinde wächst stärker zusammen
Beteiligung unterstützt Identifikation und Integration. Vorhaben der Gemeinde bekommen eine größere Akzeptanz. Entscheidungen werden gemeinsam getragen und umgesetzt.

7. Kurzer Draht zwischen Bürger und Gemeinde
Beteiligung schafft eine neue Kultur der Verantwortung und eine höhere Qualität des Miteinanders. Wertschätzung und Anerkennung stehen im Mittelpunkt.

8. Ausgereiftere Sichtweisen
Bürgerbeteiligung bietet den Menschen Raum und Zeit zur Meinungsbildung. Lösungsvorschläge werden gut durchdacht.

9. Zugang zur gesamten Meinungspalette
Beteiligung bindet alle gesellschaftlichen Kräfte aktiv ein. Es werden auch Menschen gehört, die sich sonst wenig zu Wort melden. Das vielfältige Wissen der Bevölkerung wird genutzt. Akteure und Aktivitäten werden vernetzt.

10. Nachhaltige Entscheidungen
Beteiligung schafft eine breite Akzeptanz für Entscheidungen sowie einen hohen Grad an Identifikation mit Entwicklungsvorgaben. Die Planung von heute betrifft die Zukunft unserer Kinder.

Bürgerbeteiligung in der Steiermark

„Kultur des Miteinanders“

Umfassende gesellschaftspolitische Veränderungen sowie strukturelle Entwicklungen in der Steiermark führen zu strategischen Umstellungen der Beteiligungsprozesse. Eine Bürgerbeteiligung muss heute kompakt sein und in höchstem Maße ziel- und lösungsorientiert. Eine besondere Stärke der Landentwicklung Steiermark ist das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Gemeinde oder Region. Dadurch entsteht eine besondere Vertrauensposition zwischen Gemeindeverantwortlichen und den RegionalbetreuerInnen vor Ort. Die BürgerInnen erarbeiten gemeinsam Ziele für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Gemeinde und Region und beteiligen sich an der Umsetzung der Projekte, die in den Beteiligungsprozessen entstehen. Daher ist diese Aufgabe auch im europäischen Förderprogramm zur ländlichen Entwicklung verankert.

Ablauf eines Bürgerbeteiligungsprozesses

1. Aufbau der Beteiligungskultur

  • Erstellung des inhaltlichen und zeitlichen Ablaufplans
  • Bildung eines Steuerungsteams
  • Bürger/innen/versammlung

2. Themen und Zielfindung

  • Bildung von drei Themengruppen
  • gemeinsame Zielfindung
  • Öffentlichkeitsarbeit

3. Projektentwicklung

  • Projektcheck
  • Präsentation der Projekte im Gemeinderat
  • Entscheidungsfindung – inhaltlich und finanziell
  • Sofortmassnahmen – bewusstseinsbildente Aktionen