- 18. Mai 2026
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In unserer täglichen Arbeit stellen wir uns immer wieder eine zentrale Frage: Wie können wir Räume gestalten, in denen Kinder und Jugendliche sicher sind – und sich gleichzeitig ernst genommen und beteiligt fühlen?
Genau hier setzt unser Schutzkonzept bei der Landentwicklung Steiermark an. Für uns stehen dabei drei Dinge im Mittelpunkt: der Schutz vor Gewalt, echte Mitbestimmung und eine aktive Prävention. Es geht uns nicht nur darum, im Ernstfall gut zu reagieren, sondern vor allem darum, Strukturen zu schaffen, die Risiken frühzeitig erkennen und Vertrauen ermöglichen.
Als Kinder- und Jugendschutzbeauftragte sind wir zentrale Ansprechpersonen für Fragen, Unsicherheiten und auch für konkrete Verdachtsfälle. Uns ist wichtig, dass sowohl Kinder und Jugendliche als auch Mitarbeitende und Partner:innen wissen: Es gibt klare Anlaufstellen – und niemand muss mit einem Anliegen allein bleiben.
Ein wichtiger Baustein unseres Konzepts sind verbindliche Standards für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Dazu gehören eine Kinder- und Jugendschutzerklärung, regelmäßige Weiterbildungen und auch formale Voraussetzungen wie ein erweiterter Strafregisterauszug. Diese Klarheit schafft Orientierung und Sicherheit für alle Beteiligten.
Gleichzeitig denken wir Kinderschutz über Organisationsgrenzen hinaus. Gemeinden, externe Partner:innen und Organisationen werden aktiv in das Schutzkonzept eingebunden und über die Richtlinien informiert. Denn wir sind überzeugt: Wirksamer Kinderschutz funktioniert nur gemeinsam.
Ein besonders sensibler Bereich ist der Umgang mit Daten und Bildern. Fotos sowie persönliche Informationen von Kindern und Jugendlichen verwenden wir ausschließlich mit Zustimmung und unter klaren Datenschutzrichtlinien. Gerade im digitalen Raum sehen wir hier eine große Verantwortung.
Auch bei Workshops, Veranstaltungen und Ausflügen legen wir großen Wert auf klare Rahmenbedingungen: geregelte Aufsicht, durchdachte Notfallplanung und Rückzugsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Diese Strukturen sind entscheidend für ein sicheres Umfeld.
Ein zentrales Anliegen ist uns außerdem, dass Kinder und Jugendliche selbst gehört werden. Sie sollen ihre Anliegen, Beschwerden und Ideen über strukturierte und transparente Wege einbringen können. Für Verdachtsfälle gibt es ein klares Fallmanagement mit Dokumentation, Abstimmung und – wenn notwendig – Einbindung externer Fachstellen.
Für uns ist das Schutzkonzept kein starres Dokument, sondern ein lebendiger Prozess. Wir überprüfen und entwickeln es regelmäßig weiter – mindestens alle drei Jahre umfassend und bei Bedarf auch laufend. So stellen wir sicher, dass es aktuell bleibt und auf neue Herausforderungen reagieren kann.
Wenn Sie Fragen haben oder sich austauschen möchten, können Sie sich jederzeit an uns wenden:
Datenschutz:
tanja.venier@landentwicklung-steiermark.at
Kinder- und Jugendschutz:
marlene.jeremias@landentwicklung-steiermark.at
tanja.oberwalder@landentwicklung-steiermark.at
oder: kinderschutz@landentwicklung-steiermark.at