Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Serbien haben im April 2020 den UNESCO Antrag für den weltweit ersten 5-Länder-Biosphärenpark eingereicht, die Anerkennung wird für Sommer 2021 erwartet. Mit einer Gesamtfläche von 930.000 Hektar und einer Länge von 700 Kilometern wird die Natur- und Tierwelt entlang der Mur, Drau und Donau zum größten Flussschutzgebiet Europas.

Österreich ist am zukünftigen 5-Länder-Biosphärenpark mit dem im Vorjahr anerkannten Biosphärenpark “Unteres Murtal” in der Südoststeiermark beteiligt. Diesem wurde gestern in Bad Radkersburg feierlich das Zertifikat vom Direktor der UNESCO Abteilung für Ökologie und Geowissenschaften und Zuständigen des UNESCO-Programms “Man and the Biosphere” (MAB) Miguel CLÜSENER-GODT, welcher dafür extra aus Paris anreiste, überreicht.

Er betonte in seiner Rede, dass mit der Einreichung zum 5-Länder-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau ein Meilenstein im Programm „Man and the Biosphere“, welches es seit nunmehr 50 Jahren gibt, in Anbetracht der globalen Herausforderungen erreicht wird. Damit wird ein Zeichen gesetzt, nachhaltige Entwicklung zum Schutz der biologischen Vielfalt größer, über fünf staatliche Grenzen hinweg, zu denken.

EU-Projekt lifelineMDD

Nach erfolgreichen ersten Schritten in Richtung Fünf-Länder-Kooperation der Schutzgebietsverwaltungen im Interreg Projekt coop MDD, zielt das Interreg Folgeprojekt lifelineMDD nun auf die ökologische Verbesserung des Flusskorridors und den Aufbau von Kooperationsstrukturen für den künftigen 5-Länder-Biosphärenpark ab. Der Startschuss zum Projekt erfolgte offiziell im Juli 2020.

Die Landentwicklung Steiermark war in der Einreichphase zum 5-Länder-Biosphärenpark und Biosphärenpark Unteres Murtal bereits mit der Projektbegleitung betraut und unterstützte auch schon im Interreg Projekt coop MDD. Wir freuen uns, dass wir nun im Nachfolgeprojekt lifelineMDD gemeinsam mit dem Regionalmanagement Südoststeiermark.Steirisches Vulkanland die nachhaltige Entwicklung im zukünftigen 5-Länder-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau weiter vorantreiben dürfen und an diesem wesentlichen Meilenstein des MAB-Programmes beteiligt sind.

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Fotos: © Landentwicklung Steiermark/Lamprecht